Deutschordens-
konvent Lana

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Wirkungsbereich

Durch die Gemeinschaft für den Menschen da sein - Die Brüder und der Konvent in Lana
Seit der Gründung des Deutschen Ordens 1190 im Heiligen Land als Hospitalgemeinschaft war und ist es das Ziel der Ordensgemeinschaft für den Nächsten da zu sein. Die Brüder binden sich mit einem Gelübde der gottgeweihten ehelosen Keuschheit, der evangelischen Armut und des Gehorsams an den Orden.

„Den Mittelpunkt der Ordensgemeinschaft bildet der Konvent. Dort sollen das Gemeinschaftsleben und das kulturelle Ordenserbe besonders gepflegt werden“, heißt es in der Ordensregel, die das Leitprogramm für das gemeinsame Leben darstellt. Regel und Konvent gehen auf den Erneuerer des Ordens P. Peter Rigler zurück, der nach dem Niedergang des Ordens, in Folge der napoleonischen Aufhebung, 1855 mit Hilfe des Hoch- und Deutschmeisters Erzherzog Maximilian Joseph von Österreich-Este in Lana den ersten Priesterkonvent ins Leben gerufen und die wie Weltpriester lebenden Priesterbrüder wieder in Gemeinschaft vereint hat.

Konvent in Wien ...

Die Ausgliederung aus der „normalen“ Welt verschafft dem Ordensmann Raum und Freiheit, sich mehr dem Religiösen, dem Geistlichen und dem Studium zu widmen. Das gemeinsame Gebet, dreimal täglich in der Hauskapelle, sowie die Kommunität sind tragende Säulen des Ordenslebens. Beides findet der Ordensmann im Kloster. Hier versammelt sich das Provinzkapitel, hier werden die Novizen ausgebildet und hierher kehren die Brüder nach ihrer Abberufung von den verschiedenen Ordenseinrichtungen zurück. Das Haus ist Sitz des Priors, des Amtsträgers der Ordensprovinz Südtirol, derzeit P.  Christian Stuefer, und beherbergt auch einen Gästetrakt, die Provinzökonomie, das Ordensarchiv, die Bibliothek und die Kanzlei der Pfarre Lana.

Die über 20 Priester-Brüder der Provinz arbeiten vorwiegend als Seelsorger in den Pfarreien, die zum Großteil seit Jahrhunderten dem Orden inkorporiert sind, andere wiederum wurden dem Orden erst in jüngster Zeit anvertraut.

Aber nicht nur in der Pfarrseelsorge leisten die Priester Dienst am Mitmenschen, sie sind auch in der Jugendarbeit, im Bildungsbereich und in der Kranken- und Seniorenbetreuung tätig. An der ältesten Südtiroler Niederlassung des Deutschen Ordens, in Bozen, werden das MARIANUM DEUTSCHHAUS Studentenheim mit der Kirche St. Georg in der Landkommende Weggenstein, das ST. GEORG Schülerheim und das PETER RIGLER Studentenheim. 

Deutschordens-Konventsarchiv

Das Deutschordens-Konventsarchiv (DOKA) enthält die auf die Ordensprovinz in Südtirol/ Italien bezogenen Überlieferungen. Vor dem Ersten Weltkrieg mussten die dezimierten Restbestände der ehemaligen Ritter-Ballei an der Etsch und im Gebirge bis ca. 1810 an das Deutschordens-Zentralarchiv in Wien abgetreten werden.
Daher setzt die Überlieferung im DOKA erst nach 1816 mit den Akten der Ballei- und Rentamtsverwaltung ein. Einen Schwerpunkt des Archivs bildet der Nachlass des bzw. die Sammlung über den Diener Gottes und Gründer der Priesterkonvente im 19. Jahrhundert, P. Peter Rigler OT.

Weitere Bestände beziehen sich auf die Provinzverwaltung (Prior, Liegenschaften, Ökonomie) und die Hausverwaltung des 1855 gegründeten Priesterkonventes in Lana. Vorhanden sind weiters auf die Brüder bezogene Unterlagen (Personalakten und Nachlässe) sowie Archivalien zu den inkorporierten Pfarreien und den Deutschordens-Schwestern. Einige Ordensmitglieder betätigten sich als eifrige Sammler (z.B. zum hl. Antonius von Padua) oder brachten umfangreiche Materialien ihrer Tätigkeiten ein (z.B. P. Hermann Wieser OT). Zu den Sammlungen zählen auch Foto- und Medienbestände, Landkarten und Musikalien.

Die Benützung für wissenschaftliche Zwecke ist nach Voranmeldung möglich.

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